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"Die grösste Harmonie aller Klänge der Welt liegt in der Stille"

A.Schopenhauer

Foto: Margrit Müller

"... Helena Winkelman gehört zu den seltenen Begabungen, die sich sowohl als Interpretin wie als Komponistin eine eigene Handschrift erarbeitet haben.... Kammermusik ist ihr ein grosses Anliegen, neben dem klassischen Repertoire hat sie auch zahlreiche neue Kompositionen erstmals zu Gehör gebracht, und auch der Schweizer Volksmusik gegenüber ist sie nicht abgeneigt. Als Komponistin weiss sie von diesen Erfahrungen zu berichten: Den Interpreten und ihren Instrumenten gegenüber erweist sie Respekt und verfügt über handwerkliche Sicherheit. Und die unterschiedlichen stilistischen Einflüsse haben sie eine eigenständige Tonsprache finden lassen, in der klangliche Feinheiten und zeitlich raffinierte Gestaltungen zu Wärme verströmenden, beinahe naturhaft wirkenden Stücken entwickelt werden. "

Laudatio zum Erhalt eines Atelierstipendiums in Berlin, 2011 Schaffhausen (D)

Helena Winkelman stammt aus einer schweizerisch/holländischen Musikerfamilie. Aufgewachsen mit Barockmusik entwickelte sie früh ein grosses Interesse an Improvisation und zeitgenössischer Musik und begann mit 19 Jahren zu komponieren. Nachdem sie ihr Violinstudium mit Auszeichnung abgeschlossen und mehrere Preise an nationalen- und internationalen Violinwettbewerben gewonnen hatte, verbrachte sie ein Studienjahr in New York wo sie ersten Kompositionsunterricht erhielt.

Nach ihrer Rückkehr studierte sie während 5 Jahren in Basel bei Roland Moser und Georg Friedrich Haas Komposition. In Seminaren und Meisterkursen lernte sie von György Kurtag, Peter Eötvös, Gidon Kremer und Beat Furrer.

Sie nahm Unterricht in klassischer Indischer Musik bei Ken Zukerman am Ali Akhbar College in Basel und war während einem Monat in Varanasi, Indien um bei Prof.  Ritwik Sanyal die Grundlagen des Dhrupad - Gesanges zu lernen. Der Literatur (vor allem Dante, Rumi, Wölfli und Volkserzählungen) und Traditionen indigener Völker verdankt sie viel ihrer Inspriration.

Tätigkeit 

Während 5 Jahren war sie Mitglied des Lucerne Festival Orchestra unter Claudio Abbado und 2011 übernahm sie die Künstlerische Leitung der Camerata Variabile Basel. Die Programmation aussergewöhnlicher Konzerte und die Vermittlung neuer Musik sind ihr ein grosses Anliegen. Sie ist eine Musikerin ohne Berührungsängste und setzt sich nicht nur mit Schweizer Volksmusik auseinander sondern gründete 2003 auch eine Rockgruppe mit Streichern, Klavier und Perkussion.

Ihre reiche Erfahrung als Solistin und Kammermusikerin fliesst direkt in die Erschaffung ihres Werks welches unterdessen fast alle Gattungen vom Solo bis zum grossen Orchesterwerk umfasst.

Winkelman's Kompositionen wurden in Nordamerika, Südamerika, Europa und Russland aufgeführt und sie wurde zu den Festivals in  Davos, Lucerne, Alpentöne Altdorf, Prussia Cove (England), und Bastad (Schweden) eingeladen. 2013 war sie Composer in Residence am Musikfestival in Ernen, 2014 in Lockenhaus (Oesterreich)

Zu den Interpreten ihrer Musik gehören die Basler Sinfonietta, das Arditti Quartett, das Schumann Quartett, das Faust Quartett, das Ensemble Phoenix Basel, Steamboat Switzerland, das Basler Kammerorchester, das Münchener Kammerorchester, das Asian Art Ensemble Berlin, das lettische Vokalensemble Putni, die Vokalsolisten Basel sowie die Solisten Thomas - und Patrick Demenga, Xenia Jankovich, Christoph Richter, Julia Schröder, Kurt Widmer, Robert Koller, Stephan Schmidt, Balthasar Streiff und Hansheinz Schneeberger.

Auszeichnungen und Stipendien

Helena Winkelman erhielt 1996 den ersten Walther Bringolf Preis der Stadt Schaffhausen und in 2016 den +GF+ Preis der Stadt Schaffhausen. 

2017 erhielt sie den Schweizer Musikpreis.

Sie war Stipendiatin des Migros Genossenschaftsbundes und der Göhner Stiftung sowie der Friedl - Wald Stiftung. Sie erhielt zwei Residenzen in London (Landis und Gyr) und Berlin (KulturRaumSchaffhausen)

Zur Zeit lebt sie freischaffend in Basel.

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